– „Toleranz“

Projekt Toleranz – ein gemeinsames Projekt verschiedener Partner:

  • der Klasse 8b der Regelschule „Friedrich Schiller“
  • einer 8. Klasse des Gymnasiums Friedericianum
  • des Soziokulturellen Zentrums Saalgärten
  • der Schulsozialarbeit der AWO Rudolstadt e.V.
  • des Jugendamtes des Landkreises Saalfeld – Rudolstadt

Die Idee zu diesem Projekt entstand in einem Gespräch an der Schillerschule mit Max, der dort die 7. Klasse besuchte, Kristina Rühlig, die als Sozialpädagogin im Soziokulturellen Zentrum „Saalgärten“ arbeitete, und der Schulsozialarbeiterin, der Schillerschule, Christina Büttner. Max beklagte, dass er zu seinen früheren Freunden, mit denen er in der Grundschule zusammen in einer Klasse war, nun, da sie auf dem Gymnasium sind und er auf der Regelschule, kaum noch Kontakt hat. Wie könnte man daran etwas Ändern? Vielleicht eine gemeinsame Party in den Saalgärten feiern? Und wenn dann aber jede Klasse für sich bleibt und keiner etwas mit den anderen zu tun haben möchte? Immerhin gibt es auf beiden Seiten jede Menge Vorurteile: „Die Gymnasiasten sind alle eingebildet. Die wollen mit uns doch gar nichts zu tun haben“ oder „Die Regelschüler denken nur an Klamotten und Styling. Zu mehr reicht deren Grips wohl auch nicht.“

Titelfoto-550Wie kann man etwas gegen Vorurteile tun und ein Treffen organisieren? Zum Beispiel dadurch, dass beide Klassen sich mit dem Thema Vorurteile und Toleranz beschätigen? Das war die Idee! Und inzwischen ist auch schon einiges geschehen:

Zuerst gab es Gesprächs- und Diskussionsrunden innerhalb jeder Klasse für sich. Dann entstanden Bilder und Collagen zum Thema, die nebeneinander in den Saalgärten in einer Ausstellung zu sehen waren. Die inzwischen 8. Klasse der Schillerschule schreibt und produziert ein Hörspiel und ein Theaterstück mit ihrer Klassenlehrerin, Silke Bernhardt. Im Juni 2001, kurz vor den Sommerferien kam es zur ersten Begegnung der damals noch 7. Klassen. Los ging es mit einem gemeinsamen Frühstück, noch etwas schüchtern und unsicher. Danach näherte man sich einander in kleinen gemischten Gruppen vorsichtig an. Gibt es sie, die Vorurteile zwischen Gymnasiasten und Regelschülern, die im Theaterstück recht provozierend dargestellt wurden? „Nein, so eingebildet sind wir nicht!“ sagten die Gymnasiasten und „Wir sind nicht dumm und können eine Menge auf die Beine stellen!“ bewiesen die Regelschüler.

Am 21. Juni ging es auf gemeinsame Fahrt nach Meiningen zum Aktionstag der 4. Kinder- und Jugendschutztage im Freistaat Thüringen. Die Fahrt ermöglichte das Jugendamt unseres Landkreises, das die Kosten für den Bus übernahm. Herr Schwarzbach, der Leiter des Referates Jugendsozialarbeit begleite uns. Der Aktionstag bot viele interessante Angebote zum Mitmachen, Sich – Informieren, Ausprobieren und Spielen. Die lange Busfahrt wurde zum Reden genutzt und hier und da entstanden neue Kontakte oder alte Freundschaften wurden neu belebt.
Ziele des Projektes:

  • Bearbeiten des Themas auf breiter Basiseigene Erfahrungen sammeln
  • Begegnung, Vorurteile benennen und überprüfen
  • gemeinsames Erarbeiten des Themas in den einzelnen Klassen und klassenübergreifend
  • Zusammenarbeit mit vielen Partnern
  • Steigerung der sozialen Kompetenz

Methoden

  • Gesprächs- und Diskussionsrunden
  • Bearbeitung des Themas mithilfe künstlerischer Ausdrucksmittel (bildliche Darstellung, Hörspiel, Theater-:¦)
  • Vernetzung, Zusammenarbeit mit vielen Partnern gemeinsam organisieren,
  • Offenheit erlebbar werden lassen
  • gemeinsame Erlebnisse und Erfahrungen (Fahrt)
  • gemeinsam Aufträge erfüllen/ Teamwork

Das Hörspiel findet ihr hier:

  • Rache ist süß-play
  • Der Tyrann-play
  • Der Außenseiter-play
  • Touristenalarm-play

(Stand: 01.11.2003)