– AK 2056

AK 2056 war in mehrfacher Hinsicht etwas Einmaliges: erstens auf Grund der irrsinnig knappen Entstehungs- und Probezeit (Ende Mai bis Anfang Juli); zweitens als einziges Stück, das wir mit DREI (!!!) verschiedenen Besetzungen einübten und aufführten. – Warum tun sich Menschen so etwas an, könnten Außenstehende jetzt fragen.

Hier ein Erklärungsversuch:

Unser vorheriges Stück „Die Andere(n)“ kam zwar beim Schülertheatertreffen prima an, war wegen seiner Suizidproblematik allerdings als „Rausschmeißer“ für die Schulabgänger ein wenig ZU düster . Außerdem waren drei Zehntklässler beteiligt, die den freudvollen Anlass als Zuschauer genießen sollten. So musste ein eher heiteres Stück her, möglichst aber mit nachdenklichem Hintergrund, in das wir eine Menge Zeitbezüge einbauten; und zwar zu Themen, die die Darsteller und -wie wir hofften- auch das Publikum tangierten. Die Bandbreite reichte von A wie Atomkraft über R wie Rechtschreibreform bis Z wie Zeugnisnote, auch diverse „Problem-“ Bären und Menschen wurden bedacht.

Bleibt noch die Frage nach dem Sinn der drei Besetzungen. Ganz einfach- ihr solltet halt alle vor den verdienten Ferien noch einmal auf die Bühne. Keiner sollte zu kurz kommen; außerdem sollten Flexibilität und Teamgeist gefördert werden. Dass das Zusammenführen von 7up und NG teilweise therapeutisches Handeln von mir verlangen würde, war mir zuvor nicht bewusst. ( Und doch: wir haben es letztendlich gepackt, das große Miteinander in der bunten Vielfalt! Aus heutiger Sicht erscheint mir das Ganze etwas zu statisch, aber das Publikum ging richtig schön mit und lachte netterweise an den richtigen Stellen, erinnert ihr euch?)

Hoch leben die edlen Ziele…, aber heute verrate ich euch, dass ich euch und mir Derartiges ( d r e i Versionen in d i e s e r Zeit) wohl nicht wieder aufbürden würde. Das hat man davon, wenn man immer neue, originelle, sozusagen maßgeschneiderte Stücke zustande bringen will. Wir sind ja auch selbst schuld, stimmt’s?!